Bremens Erstes Schulübergreifendes Theater

Die B.E.S.T. - Arbeitsweise

Die Theaterarbeit beginnt jedes Mal mit Spielen und Trainingseinheiten zum Kennenlernen, zum körperlichen Ausdruck und zur Stimmbildung; sie wird fortgesetzt mit kleinen spielerischen Improvisationsübungen und kurzen Theaterszenen, bei denen das Thema des Stückes noch nicht von Bedeutung ist.

Gleichzeitig wird über ein Thema nachgedacht, in dem sich alle wiederfinden können. Beispiele der letzten Jahre waren: "Warten", "Gewalt", "Liebe", "Zukunftsperspektiven", "Einsamkeit" und das "Desinteresse der Öffentlichkeit an privaten Problemen".

Das Thema wird dann über gemeinsame Gespräche und spielerisches Ausprobieren eingekreist; es entsteht eine Unmenge an szenischem Material als "Rohstoff" für das zu entwickelnde Stück.

Parallel dazu wird nach einem geeigneten Aufführungsort gesucht. Ist er gefunden, wird das Thema anhand der Örtlichkeit konkretisiert; es entstehen äußerer Rahmen und innere Struktur. Ebenfalls wird nach einem Aufführungsstil gesucht, der dem Thema und dem Ort am besten entspricht.

Die Spieler und Spielerinnen schreiben dann eine Rollenbiographie unter dem gewählten thematischen Schwerpunkt und entwickeln danach in Einzel- und Gemeinschaftsproben, in Gesprächen und themengebundenen Improvisationen ihre Rollen. Bei jedem Stück sind neben dem Hauptthema immer auch Aspekte anderer Themen integrierbar.

Die einzelnen Rollen werden dann durch Dramaturgie-Gespräche und Gruppenimprovisationen zur endgültigen Stückstruktur hin entwickelt. Grundsätzlich können bei B.E.S.T. alle Beiteiligten mitspielen und befinden sich während der gesamten Spielzeit (ca. 60 Minuten) auf der Spielfläche.

Zu Beginn des Theaterprojekts wird einmal in der Woche geprobt. Nähert sich der Aufführungstermin, entsteht selbstverständlich ein wesentlich höherer Probenbedarf.

Zur Theaterarbeit gehören auch - entsprechend der Tatsache, daß der Aufführungsort von Produktion zu Produktion wechselt - die Säuberung und Einrichtung des neugefundenen Spielortes.

Das Buch zu B.E.S.T.: "Theater in B.E.S.T. FORM / Plädoyer für ein anderes Jugendtheater"